Command Builder · Dateien & Transfer
rsync Command Builder
Erstelle deinen rsync-Befehl, ohne Flags auswendig lernen zu müssen: Quelle und Ziel eintragen, Optionen anhaken — darunter erscheint der fertige Befehl mit einer Erklärung für jeden Parameter. Ausgeführt wird hier nichts, du kopierst nur Text.
Vorlage übernehmen:
Mit / am Ende wird der Inhalt des Ordners übertragen, ohne / der Ordner selbst.
Optionen
Erweiterte Optionen▾
Generierter Befehl
rsync -avh --progress --dry-run \
/srv/nextcloud/ \
backup@192.168.20.10:/backup/Das bedeuten die Parameter
-a- Erhält Rechte, Zeitstempel, Besitzer und Symlinks — die richtige Wahl für Backups. Enthält bereits -r (rekursiv); Unterordner musst du nicht extra einschalten.
-v- Zeigt während der Übertragung, welche Dateien gerade kopiert werden.
-h- Zeigt Dateigrößen als 1,4M statt 1443212.
--progress- Zeigt pro Datei den Fortschritt und die Übertragungsrate.
--dry-run- Simuliert den Vorgang, ohne Dateien zu verändern. Erst mit --dry-run prüfen, was passieren würde — dann die Option abwählen und wirklich ausführen.
/srv/nextcloud/- Quelle der Übertragung — lokaler Pfad oder benutzer@host:/pfad/. Der Schrägstrich am Ende ist wichtig: /srv/nextcloud/ überträgt den Inhalt des Ordners, /srv/nextcloud legt am Ziel einen Unterordner nextcloud an.
backup@192.168.20.10:/backup/- Ziel der Übertragung — mit benutzer@host: davor geht es per SSH auf einen anderen Rechner.
Warum rsync statt cp oder scp?
rsync überträgt nur, was sich geändert hat: Beim ersten Lauf wird alles kopiert, danach nur noch neue und geänderte Dateien. Ein nächtliches Backup von 500 GB dauert so nach dem ersten Mal oft nur Sekunden. Dazu erhält der Archivmodus (-a) Rechte, Zeitstempel und Symlinks — genau das, was ein Backup von einer einfachen Kopie unterscheidet. Sobald im Ziel benutzer@host: steht, läuft die Übertragung automatisch verschlüsselt über SSH.
Der wichtigste Handgriff: erst Dry Run
Mit --dry-run zeigt rsync nur an, was es tun würde — ohne eine einzige Datei anzufassen. Gewöhn dir an, jeden neuen rsync-Befehl zuerst so zu testen, besonders wenn --delete im Spiel ist: Diese Option macht das Ziel zum exakten Spiegel der Quelle und löscht dort alles, was in der Quelle fehlt. Stimmt die Ausgabe, nimmst du den Haken bei „Dry Run“ raus und lässt den Befehl scharf laufen.
Alle Optionen im Überblick
| Option | Bedeutung | Erklärung |
|---|---|---|
Quelle | Quelle | Quelle der Übertragung — lokaler Pfad oder benutzer@host:/pfad/. Der Schrägstrich am Ende ist wichtig: /srv/nextcloud/ überträgt den Inhalt des Ordners, /srv/nextcloud legt am Ziel einen Unterordner nextcloud an. |
Ziel | Ziel | Ziel der Übertragung — mit benutzer@host: davor geht es per SSH auf einen anderen Rechner. |
-a | Archivmodus | Erhält Rechte, Zeitstempel, Besitzer und Symlinks — die richtige Wahl für Backups. Enthält bereits -r (rekursiv); Unterordner musst du nicht extra einschalten. |
-v | Ausführliche Ausgabe | Zeigt während der Übertragung, welche Dateien gerade kopiert werden. |
-h | Lesbare Größen | Zeigt Dateigrößen als 1,4M statt 1443212. |
-r | Rekursiv | Unterordner einbeziehen — im Archivmodus bereits enthalten, deshalb dort ausgegraut. |
-z | Kompression | Komprimiert Daten während der Übertragung — lohnt sich über langsame Leitungen, im schnellen LAN eher nicht. |
--progress | Fortschritt anzeigen | Zeigt pro Datei den Fortschritt und die Übertragungsrate. |
--dry-run | Dry Run (nur simulieren) | Simuliert den Vorgang, ohne Dateien zu verändern. Erst mit --dry-run prüfen, was passieren würde — dann die Option abwählen und wirklich ausführen. |
--delete | Dateien am Ziel löschen | Entfernt am Ziel alles, was in der Quelle nicht (mehr) existiert — macht das Ziel zum exakten Spiegel. ⚠ --delete entfernt Dateien am Ziel, die in der Quelle fehlen. Bei vertauschter Quelle/Ziel oder falschem Pfad gehen Daten verloren. |
--exclude | Ausschlüsse (ein Muster pro Zeile) | Überspringt Dateien und Ordner, die einem Muster entsprechen. |
--bwlimit | Bandbreite begrenzen | Drosselt die Übertragung, damit das Netz für andere nutzbar bleibt. |
-e | SSH-Port (falls nicht 22) | Nutzt für die Übertragung SSH mit einem abweichenden Port. |
Häufige Fragen
Was macht rsync -a genau?
Der Archivmodus -a ist eine Abkürzung für mehrere Optionen auf einmal: rekursiv kopieren und dabei Rechte, Zeitstempel, Besitzer, Gruppen und Symlinks erhalten. Genau das unterscheidet ein Backup von einer einfachen Kopie — deshalb ist -a für Backups fast immer richtig.
Was ist der Unterschied zwischen rsync und scp?
scp kopiert stumpf alles, jedes Mal komplett. rsync vergleicht Quelle und Ziel und überträgt nur, was sich geändert hat — beim zweiten Lauf eines Backups oft nur Sekunden statt Stunden. Dazu kann rsync Rechte erhalten, Dateien am Ziel löschen (--delete) und Läufe simulieren (--dry-run).
Ist der Schrägstrich am Ende der Quelle wirklich wichtig?
Ja: /srv/nextcloud/ (mit Slash) überträgt den Inhalt des Ordners direkt ins Ziel, /srv/nextcloud (ohne Slash) legt am Ziel erst einen Unterordner nextcloud an. Beim Ziel spielt der Slash dagegen keine Rolle.
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