Command Builder · Dateien & Transfer
tar Command Builder
War es nun -czvf oder -xzvf? Hier wählst du Aktion, Kompression und Archivdatei aus — der Builder setzt die Flags in der richtigen Reihenfolge zusammen und erklärt jeden Buchstaben. Ausgeführt wird hier nichts, du kopierst nur Text.
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Optionen
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Generierter Befehl
tar -czvf backup.tar.gz /srv/dataDas bedeuten die Parameter
-c / -x / -t- Packt Dateien und Ordner in ein neues Archiv.
/srv/data- Was ins Archiv gepackt wird — Datei oder Ordner (Ordner werden rekursiv aufgenommen).
Die Flag-Cluster entschlüsselt
tar -czvf backup.tar.gz /srv/data liest sich als: create (erstellen), gzip (komprimieren), verbose (Dateien anzeigen), file (in diese Datei). Entpacken ist dasselbe mit x statt c. Wichtig ist nur eine Regel: f muss als letzter Buchstabe im Cluster stehen, weil direkt danach der Archivname folgt — genau daran scheitern die meisten selbstgetippten tar-Befehle.
Welche Kompression nehmen?
Für den Alltag ist gzip (.tar.gz) der sichere Standard: überall vorhanden, ordentlich schnell. Wer viel packt, sollte sich zstd (.tar.zst) ansehen — es ist bei vergleichbarer Kompression um ein Vielfaches schneller, braucht aber GNU tar ab Version 1.31. xz erzeugt die kleinsten Archive, dauert dafür am längsten. Beim Entpacken erkennt GNU tar die Kompression übrigens automatisch an der Datei.
Alle Optionen im Überblick
| Option | Bedeutung | Erklärung |
|---|---|---|
-c / -x / -t | Aktion | Was tar tun soll: packen, entpacken oder nur hineinschauen. |
-czvf backup.tar.gz | Archiv erstellen (-c) | Packt Dateien und Ordner in ein neues Archiv. |
-xzvf backup.tar.gz | Archiv entpacken (-x) | Entpackt ein Archiv ins aktuelle Verzeichnis (oder das Zielverzeichnis). |
-tzvf backup.tar.gz | Inhalt anzeigen (-t) | Zeigt den Inhalt, ohne etwas zu entpacken — der sichere Blick vorab. |
-f | Archivdatei | Das Archiv, das erstellt bzw. gelesen wird — -f muss als letztes Flag im Cluster stehen, direkt vor dem Dateinamen. Die Endung ist nur Konvention, entscheidend ist die gewählte Kompression: .tar.gz für gzip, .tar.zst für zstd. Beim Entpacken erkennt GNU tar die Kompression auch automatisch. |
Quelle (Datei oder Ordner) | Quelle (Datei oder Ordner) | Was ins Archiv gepackt wird — Datei oder Ordner (Ordner werden rekursiv aufgenommen). |
-C | Zielverzeichnis (-C, optional) | Entpackt in dieses Verzeichnis statt ins aktuelle — der Ordner muss bereits existieren. |
-z / -j / -J / --zstd | Kompression | Wie das Archiv komprimiert wird — beim Entpacken zur Datei passend wählen. |
-z / -j / -J / --zstd: gzip | gzip (-z, .tar.gz) | Der Allrounder: überall verfügbar, ordentliche Kompression, gute Geschwindigkeit. |
-z / -j / -J / --zstd: bzip2 | bzip2 (-j, .tar.bz2) | Etwas kleinere Archive als gzip, aber deutlich langsamer — heute selten die beste Wahl. |
-z / -j / -J / --zstd: xz | xz (-J, .tar.xz) | Sehr kleine Archive, aber langsames Packen — gut für Archive, die lange liegen. |
-z / -j / -J / --zstd: zstd | zstd (--zstd, .tar.zst) | Modern und sehr schnell bei guter Kompression — braucht GNU tar ab 1.31 und das zstd-Paket. |
Dateien anzeigen (-v) | Dateien anzeigen (-v) | Listet jede Datei auf, die gepackt bzw. entpackt wird. |
Rechte erhalten (-p) | Rechte erhalten (-p) | Stellt beim Entpacken die Original-Dateirechte wieder her — wichtig bei System-Backups; als root ist das der Standard. |
--exclude | Ausschlüsse (ein Muster pro Zeile) | Nimmt Dateien und Ordner, die einem Muster entsprechen, nicht mit ins Archiv. |
--strip-components | Führende Ordner entfernen | Schneidet beim Entpacken die obersten N Pfadebenen ab — aus archiv/ordner/datei wird mit 1 nur ordner/datei. |
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen tar -czvf und -xzvf?
Nur der erste Buchstabe: c (create) erstellt ein Archiv, x (extract) entpackt eines. z steht in beiden Fällen für gzip, v zeigt die Dateien an, f benennt die Archivdatei. Zum reinen Hineinschauen gibt es t (list): tar -tzvf backup.tar.gz.
Warum landet beim Entpacken alles in einem Unterordner?
Weil der Ordner beim Packen mit seinem Pfad ins Archiv aufgenommen wurde. Mit --strip-components=1 schneidest du beim Entpacken die oberste Pfadebene ab — aus archiv/ordner/datei wird dann direkt ordner/datei.
Ersetzt tar ein richtiges Backup?
Ein tar-Archiv ist ein Schnappschuss — gut für einmalige Sicherungen und Umzüge. Für regelmäßige Backups mit Versionen und nur geänderten Dateien sind rsync oder Backup-Tools wie restic/borg die bessere Wahl; der rsync-Builder hier hilft beim Einstieg.
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