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Tool · Backup

Backup-Speicher-Rechner

30 Versionen aufbewahren — heißt das 30-mal so viel Speicher? Zum Glück nicht. Hier rechnest du aus, wie viel Platz deine Backup-Historie wirklich braucht, wenn pro Sicherung nur ein Bruchteil der Daten neu dazukommt.

Typisches Szenario übernehmen:

Inkrementell

2,52 TB

1 Vollbackup + 13 × 2 % Änderungen

Nur Vollbackups

28 TB

14 × 2 TB

Ersparnis

91 %

inkrementell gegenüber lauter Vollbackups

Vereinfachtes Modell: Die Änderungsrate wird pro Version als konstant angenommen, Kompression und Deduplizierung sind nicht eingerechnet — moderne Backup-Tools wie Restic, Borg oder Proxmox Backup Server deduplizieren blockweise und kommen dadurch oft mit noch deutlich weniger Platz aus. Plane trotzdem großzügig: Ein Backup-Ziel, das zu über 80 % gefüllt ist, macht früher oder später Ärger.

Voll, inkrementell, dedupliziert

Ein Vollbackup kopiert jedes Mal alles — einfach zu verstehen, einfach wiederherzustellen, aber der Speicherbedarf wächst mit jeder Version um die komplette Datenmenge. Ein inkrementelles Backup sichert nur, was sich seit dem letzten Lauf geändert hat: eine Vollsicherung als Basis, danach kleine Deltas. Moderne Tools wie Restic, Borg oder Proxmox Backup Server gehen noch weiter und deduplizieren auf Blockebene — identische Datenblöcke werden über alle Versionen hinweg nur einmal gespeichert. Dreißig Versionen einer 2-TB-Sammlung passen so oft in unter 3 TB.

Die Änderungsrate realistisch schätzen

Fotos, Musik und Filme ändern sich fast nie — da kommt nur Neues dazu, die Rate liegt unter einem Prozent. Dokumente und Home-Verzeichnisse liegen typisch bei ein bis drei Prozent pro Tag. Richtig aktiv sind VM-Images und Datenbanken, wo je nach Workload fünf bis zwanzig Prozent der Blöcke pro Sicherung neu sein können. Im Zweifel: Backup-Tool zwei Wochen laufen lassen und die echten Zuwächse ablesen — danach dimensionierst du mit Zahlen statt Bauchgefühl.

Häufige Fragen

Wie viel Backup-Speicher brauche ich als Faustregel?

Für inkrementelle Backups: einmal die vollen Daten plus pro aufbewahrter Version die tägliche Änderungsmenge — bei typischen Homelab-Änderungsraten von wenigen Prozent reicht oft das 1,5- bis 2-fache der Originaldaten für eine ordentliche Versionshistorie. Vollbackups vervielfachen den Bedarf dagegen mit jeder Version; genau diesen Unterschied rechnet das Tool durch.

Wie viele Backup-Versionen sollte ich aufheben?

Mehr als eine — sonst sichert das Backup auch jeden Fehler mit: Verschlüsselt Ransomware die Daten oder löscht jemand versehentlich einen Ordner, überschreibt das nächste Backup die letzte gute Version. Bewährt ist ein gestaffeltes Schema (z. B. einige Tages-, Wochen- und Monatsstände), damit auch spät bemerkte Fehler noch reparabel sind.

Ist ein RAID nicht schon Backup genug?

Nein — RAID schützt nur gegen den Ausfall einzelner Platten. Gegen versehentliches Löschen, Ransomware, Dateisystemfehler, Blitzschlag oder Diebstahl hilft es nicht: All das trifft alle Platten des Verbunds gleichzeitig. Backup heißt: eine unabhängige Kopie auf einem anderen Gerät, idealerweise nach der 3-2-1-Regel mit einer Kopie außer Haus.

Muss die Backup-Platte größer sein als die Datenplatte?

Sobald du Versionen aufbewahrst: ja, um den Faktor der Versionshistorie. Gleich groß reicht nur für eine reine 1:1-Spiegelung — die aber gegen verzögert bemerkte Fehler nicht schützt. Plane außerdem Wachstum ein: Ein Backup-Ziel, das heute exakt passt, ist in einem Jahr zu klein.

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