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RAID- & ZFS-Rechner
Wie viel Speicher bleibt von deinen Platten wirklich übrig — und wie viele dürfen ausfallen? Der Rechner deckt klassische RAID-Level und ZFS-RAIDZ ab, herstellerneutral.
Nutzbar
16 TB
≈ 14,55 TiB im System angezeigt
Rohkapazität
32 TB
16 TB für Redundanz
Ausfalltoleranz
2 Platten
Vereinfachte Parität-Rechnung: Dateisystem-Overhead (Metadaten, bei ZFS zusätzlich Slop-Reserve und Padding je nach Blockgröße) reduziert den real nutzbaren Platz weiter — je nach Setup um einige Prozent. Die TiB-Angabe erklärt, warum „8 TB“ im Betriebssystem nur als ~7,28 TiB erscheinen: Hersteller rechnen dezimal, Systeme binär.
RAIDZ1 oder RAIDZ2?
Bei heutigen Plattengrößen (8 TB und mehr) dauert ein Resilver nach einem Ausfall viele Stunden bis Tage — genau in dieser Phase ist das Array bei einfacher Parität (RAID 5 / RAIDZ1) ungeschützt. Für Arrays aus großen Platten ist doppelte Parität (RAID 6 / RAIDZ2) deshalb die übliche Empfehlung, auch im Homelab.
RAID ist kein Backup
Redundanz schützt vor Plattenausfall — nicht vor versehentlichem Löschen, Ransomware, Blitzschlag oder einem defekten Controller. Die 3-2-1-Regel (drei Kopien, zwei Medien, eine außer Haus) gilt auch und gerade mit RAID.
Häufige Fragen
Warum zeigt meine 4-TB-Festplatte nur rund 3,6 TB an?
Hersteller rechnen dezimal (1 TB = 10¹² Byte), Betriebssysteme meist binär (1 TiB = 2⁴⁰ Byte). Beides ist korrekt, nur die Einheit unterscheidet sich — der Umrechnungsfaktor liegt bei etwa 0,909. Aus 4 TB laut Aufkleber werden so ~3,64 TiB in der Anzeige, ganz ohne RAID-Verlust. Der Rechner weist beide Werte aus.
Wie viel nutzbaren Speicher lässt RAID 5 bzw. RAIDZ1 übrig?
Die Kapazität von n−1 Platten: Bei vier 4-TB-Platten bleiben 12 TB nutzbar, eine Plattenkapazität geht für Paritätsdaten auf. RAID 6 und RAIDZ2 opfern entsprechend zwei Platten, verkraften dafür aber auch zwei gleichzeitige Ausfälle.
Kann ich verschieden große Festplatten mischen?
Technisch ja, aber im klassischen RAID und in RAIDZ zählt jede Platte nur mit der Kapazität der kleinsten im Verbund — der Rest bleibt ungenutzt. Wer gezielt krumme Plattensammlungen verwerten will, fährt mit Lösungen wie Unraid oder einem gestuften Austauschplan besser.
Was ist der Unterschied zwischen ZFS-RAIDZ und klassischem RAID?
Klassisches RAID (Hardware-Controller oder mdadm) arbeitet unterhalb des Dateisystems und kennt den Inhalt der Blöcke nicht. ZFS vereint Volume-Manager und Dateisystem: RAIDZ prüft jeden Block per Checksumme und repariert stille Datenfehler (Bit Rot) automatisch aus der Parität — klassisches RAID 5 merkt solche Fehler nicht einmal. Dafür verlangt ZFS mehr RAM und die Planung des Pools im Voraus. Für die Kapazitätsrechnung verhalten sich RAIDZ1/2/3 wie RAID 5/6 mit dreifacher Parität als Steigerung.
Kann ich ein RAIDZ später um eine Platte erweitern?
Inzwischen ja: Seit OpenZFS 2.3 lässt sich ein RAIDZ-vdev um einzelne Platten erweitern (RAIDZ Expansion); bestehende Daten behalten dabei allerdings ihr altes Paritätsverhältnis, den vollen Platzvorteil bekommen erst neu geschriebene Blöcke. Beim klassischen mdadm-RAID ist das Vergrößern per --grow seit jeher möglich — ein aktuelles Backup vorher ist in beiden Fällen Pflicht.
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