Tool · Stromkosten
Server-Stromkosten-Rechner
Ein Server im Dauerbetrieb kostet mehr Strom als die meisten denken — bei 35 Cent pro kWh schlägt jedes dauerhaft anliegende Watt mit rund 3 € pro Jahr zu Buche. Hier rechnest du aus, was dein Setup wirklich kostet.
Richtwert übernehmen (typische Geräteklassen):
Ø Leistung
18,5 W
gewichtet nach Lastanteil
Verbrauch / Jahr
162 kWh
Kosten / Jahr
56,72 €
≈ 4,73 € pro Monat
Die Geräte-Richtwerte sind grobe Erfahrungswerte für typische Konfigurationen und ersetzen keine Messung — der reale Verbrauch hängt von Netzteil, Laufwerken, Auslastung und BIOS-Einstellungen ab. Am genauesten misst du selbst mit einem Zwischenstecker-Messgerät. Eigene nachgemessene Werte veröffentlichen wir nach und nach im LAB.
So misst du deinen echten Verbrauch
Der ehrlichste Wert kommt aus einem Zwischenstecker-Messgerät zwischen Steckdose und Netzteil. Miss mindestens 24 Stunden, damit Idle-Phasen und Lastspitzen realistisch gewichtet sind — viele Messgeräte zeigen die aufgelaufenen kWh direkt an. Wichtig: Ein Server, der zu 95 % idle ist, wird fast vollständig von seinem Idle-Verbrauch bestimmt. Deshalb lohnt sich beim Homeserver-Kauf der Blick auf den Leerlaufverbrauch mehr als auf jedes Benchmark-Ergebnis.
Warum Idle-Verbrauch die wichtigste Zahl ist
Ein typischer Homeserver verbringt den allergrößten Teil des Tages im Leerlauf. Zwischen einem sparsamen Mini-PC (~10 W idle) und einem alten ATX-Tower (~40 W idle und mehr) liegen bei Dauerbetrieb schnell über 90 € Stromkosten pro Jahr — Jahr für Jahr. Über eine typische Nutzungsdauer von fünf Jahren ist sparsame Hardware damit oft günstiger als ein „Gratis“-Altrechner.
Häufige Fragen
Wie rechne ich Watt in Stromkosten pro Jahr um?
Dauerverbrauch in Watt × 8.760 Stunden ÷ 1.000 = Kilowattstunden pro Jahr, multipliziert mit deinem Strompreis. Als Merkregel: 1 Watt Dauerbetrieb kostet bei üblichen Strompreisen grob 2,50–3,50 € im Jahr — ein Server mit 20 Watt Idle also 50–70 €. Genau diese Rechnung führt der Rechner oben mit deinen Werten aus.
Was ist ein guter Idle-Verbrauch für einen Homeserver?
Sparsame Mini-PCs (etwa mit Intel N100) erreichen einstellige Watt-Werte im Leerlauf, ein effizient konfiguriertes Selbstbau-NAS liegt oft bei 15–30 Watt, ausgewachsene Tower mit vielen Platten und alter Hardware auch deutlich über 50 Watt. Wichtiger als jede Tabelle ist die eigene Messung — die Spannbreite gleicher Hardware ist je nach Konfiguration enorm.
Zählt der Lastverbrauch bei einem 24/7-Server überhaupt?
Meist weniger als gedacht: Ein typischer Homeserver verbringt den allergrößten Teil des Tages im Leerlauf, Lastphasen wie Backups oder Transcoding sind kurz. Deshalb dominiert der Idle-Wert die Jahresrechnung — und deshalb lohnt Optimierung dort am meisten.
Spart es Strom, den Server nachts auszuschalten?
Rechnerisch ja — acht Stunden Auszeit sparen ein Drittel des Idle-Verbrauchs. Praktisch kollidiert das mit nächtlichen Backups, Updates und der Erreichbarkeit von Diensten. Der bessere erste Hebel ist fast immer, den Idle-Verbrauch selbst zu senken; Aufwecken per Wake-on-LAN ist die Option für selten genutzte Maschinen.
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