Zum Inhalt springen
labkompass

Tool · Strom & Sicherheit

USV-Laufzeit-Rechner

Eine USV muss vor allem eines schaffen: deinen Server sauber herunterfahren, bevor die Batterie leer ist. Hier rechnest du aus, wie lange deine USV bei gegebener Last durchhält — und wie groß sie für deine Wunsch-Laufzeit sein müsste.

Laufzeit

≈ 183,6 min

rechnerisch, bei konstanter Last

Nutzbare Energie

153 Wh

180 Wh × 85 %

Benötigte Batteriekapazität

≈ 14,7 Wh

Richtwert-Rechnung: Reale Laufzeiten liegen oft darunter, weil Batterien altern, bei hoher Entladerate weniger Kapazität liefern (Peukert-Effekt) und USVs vor Tiefentladung abschalten. Die Wattstunden-Angabe findest du im Datenblatt deiner USV (nicht mit der VA-Angabe verwechseln); 85 % Wirkungsgrad ist ein konservativer Standardwert für Line-Interactive-Geräte. Plane die Laufzeit so, dass ein sauberer Shutdown sicher hineinpasst.

VA ist nicht gleich Watt — und Watt ist nicht gleich Wh

USVs werden mit drei Zahlen beworben, die gern verwechselt werden: Die VA-Angabe (Scheinleistung) und die Watt-Angabe beschreiben, wie viel Last die USV maximal tragen kann. Für die Laufzeit entscheidend ist aber die Batteriekapazität in Wattstunden (Wh) — sie steht im Datenblatt, oft als Zellenangabe (z. B. 12 V × 7,2 Ah ⇒ 86,4 Wh pro Zelle).

Shutdown automatisieren

Die Laufzeit nützt wenig, wenn niemand den Server herunterfährt. Verbinde die USV per USB und nutze apcupsd, NUT (Network UPS Tools) oder die Proxmox-/TrueNAS-eigene USV-Integration, um bei Netzausfall automatisch und rechtzeitig herunterzufahren — inklusive nachgelagerter Geräte wie NAS und Switches.

Häufige Fragen

Wie lange muss eine USV im Homelab überbrücken können?

Nur so lange, bis alle Systeme sauber heruntergefahren sind — also wenige Minuten plus Sicherheitsreserve. Stundenlange Ausfälle zu überbrücken ist mit Consumer-USVs unrealistisch teuer. Das Ziel ist Datenintegrität (kein Stromschnitt mitten im Schreibvorgang), nicht unterbrechungsfreier Weiterbetrieb.

Welche USV-Größe braucht ein NAS?

Miss zuerst die tatsächliche Dauerlast an der Steckdose — NAS samt Router liegen oft nur bei 30–60 Watt, weit unter dem, was die Gerätenamen suggerieren. Wähle die USV so, dass die Last deutlich unter der Nennleistung bleibt, und rechne mit dem Tool oben aus, welche Batteriekapazität deine Wunsch-Überbrückungszeit ergibt.

Warum hält meine USV kürzer durch als berechnet?

Drei übliche Gründe: Der Wechselrichter kostet Wirkungsgrad, Batterien verlieren mit den Jahren spürbar Kapazität, und die reale Last liegt oft höher als die einmal gemessene. Plane deshalb großzügig Puffer ein und teste den Ernstfall einmal kontrolliert durch — inklusive automatischem Shutdown.

Gehören Router und Switch mit an die USV?

Ja, wenn es der Platz hergibt: Sie ziehen nur wenige Watt, halten dafür aber Monitoring, Benachrichtigungen und den Shutdown-Signalweg am Leben, während der Server geordnet herunterfährt. Gerade der Weg USV → Netzwerk → NAS-Shutdown funktioniert nur, wenn das Netzwerk selbst noch Strom hat.

Passende Tools

Passende Guides