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Transfer-Zeit-Rechner

Das erste große Backup aufs NAS, der Umzug der Fotosammlung, die Off-site-Kopie über den DSL-Upload: Hier rechnest du aus, wie lange eine Übertragung realistisch dauert — mit Praxis-Abschlag statt Datenblatt-Optimismus.

Verbindung übernehmen (setzt Linkrate und Praxis-Effizienz):

Dauer

9,9 Std.

≈ 9 Std. 53 Min.

Effektive Rate

113 MB/s

900 Mbit/s nach Abzug des Overheads

Datenmenge

4 TB

= 4.000 GB

Achtung, die häufigste Verwechslung: Leitungen werden in Megabit pro Sekunde angegeben, Dateigrößen in Megabyte — Faktor 8 dazwischen. Die Praxis-Effizienz deckt Protokoll-Overhead (SMB, rsync, TCP) und bei WLAN die Funkrealität ab; einzelne langsame Glieder wie eine alte USB-Platte oder eine ausgelastete CPU können zusätzlich bremsen. Fürs erste große Backup gilt deshalb oft: lieber per Netzwerkkabel direkt ans NAS als über WLAN oder Internet.

Megabit ist nicht Megabyte

Internet- und Netzwerkgeschwindigkeiten werden in Megabit pro Sekunde angegeben, Dateigrößen in Megabyte — ein Byte sind acht Bit. Aus „Gigabit-LAN“ werden also bestenfalls 125 MB/s, in der Praxis nach Protokoll-Overhead eher 110 MB/s. Für 4 TB bedeutet das rund zehn Stunden — machbar über Nacht. Derselbe Datenberg über einen typischen VDSL-Upload mit 40 Mbit/s braucht dagegen über zehn Tage.

Was das für deine Backup-Strategie heißt

Die erste Vollsicherung ist der teuerste Transfer, den du je machen wirst — danach wandern nur noch Änderungen, und die sind meist klein. Deshalb lohnt es sich, das Erst-Backup lokal zu machen: per Netzwerkkabel direkt ans NAS statt über WLAN, oder bei Off-site-Zielen die erste Kopie physisch auf einer Festplatte vorbeizubringen („Seeding“). Der langsame Internet-Upload muss dann nur noch die täglichen Deltas schaffen.

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