Rechner · Storage Cluster
Storage-Netzwerk-Rechner
In einem Storage-Cluster geht jedes geschriebene Byte mehrfach übers Netz — einmal vom Client, dann zu jeder weiteren Kopie. Der Rechner zeigt, was das für die Last je Node, die höchste Schreibrate und die Dauer einer Wiederherstellung bedeutet. Eine Überschlagsrechnung mit offenen Annahmen, kein Benchmark.
Linkrate je Node:
Link und Schreiblast
Effektiv je Link
1.000 MB/s
theoretisch 1.250 MB/s bei 10 Gbit/s
Netzverkehr gesamt
900 MB/s
Faktor 3 · davon 600 MB/s zwischen den Nodes
Last je Node (eingehend)
30 %
300 MB/s — Linkbedarf ≈ 3 Gbit/s
Recovery nach einem Node-Ausfall
Nur Netz begrenzt
33 Min.
4 TB parallel auf 2 Nodes — untere Grenze
Über einen einzelnen Link
67 Min.
konservativer Vergleichswert
Datenträger begrenzt
—
Durchsatz der Datenträger eintragen
- Höchste Client-Schreibrate laut Netz: 1.000 MB/s für den ganzen Cluster — vorausgesetzt, die Last verteilt sich gleichmäßig und nichts anderes bremst.
Überschlagsrechnung, kein Benchmark. Reale Werte weichen ab durch Protokoll-Overhead, Latenz, Paketgrößen, CPU, die Datenträger und die Drosselung der Wiederherstellung (Ceph priorisiert per Default Client-I/O). Die Praxis-Effizienz ist deine Annahme — miss den Link selbst, etwa mit iperf3, und die Datenträger mit fio. Gbit/s werden dezimal umgerechnet: 1 Gbit/s = 125 MB/s.
So rechnet das Tool
Bei Replikation schreibt ein Client auf einen primären Node, der die Daten an die übrigen Kopien weiterreicht. Bei dreifacher Replikation fließen so pro geschriebenem Megabyte drei Megabyte durchs Netz. Bei Erasure Coding empfängt der primäre Node das ganze Objekt, zerlegt es in k + m Teile und verschickt alle bis auf eines. Verteilt sich die Last gleichmäßig, trägt jeder Node einen gleich großen Teil davon als eingehenden Verkehr.
Für die Wiederherstellung nach einem Node-Ausfall nimmt der Rechner an, dass die Daten des ausgefallenen Nodes einmal über das Netz neu verteilt werden — parallel auf alle übrigen Nodes. Das ist eine untere Grenze: Echte Cluster drosseln die Wiederherstellung zugunsten laufender Zugriffe, und die Datenträger sind oft der langsamere Teil.
Bandbreite ist nicht Latenz
Ein schnellerer Link verkürzt große Übertragungen, aber nicht die Wartezeit für eine einzelne kleine Schreiboperation. Die bestimmt bei Datenbanken und virtuellen Maschinen oft die gefühlte Geschwindigkeit — und sie hängt an Latenz, Datenträger und CPU, nicht an Gbit/s.
Häufige Fragen
Reicht Gigabit-Ethernet für einen Ceph-Cluster?
Für eine Testumgebung zum Lernen ja. Für produktiven Betrieb empfiehlt Proxmox für Ceph mindestens 10 Gbit/s exklusiv, bei NVMe mindestens 25 Gbit/s. Schon ein Gigabit-Link liefert theoretisch nur 125 MB/s — weniger, als eine einzelne SATA-SSD schreibt, und die Replikation teilt sich diese Bandbreite noch.
Was bringt ein getrenntes Cluster-Netz?
Replikations- und Recovery-Verkehr zwischen den Nodes laufen dann nicht über dieselben Links wie die Zugriffe der Clients. Gerade während einer Wiederherstellung bleibt so mehr Bandbreite für laufende Anwendungen. Der Rechner weist diesen Anteil als Verkehr zwischen den Nodes aus.
Woher kommt die Praxis-Effizienz?
Sie ist deine Annahme für Protokoll-Overhead und Verluste — kein fester Wert. Miss die tatsächliche Übertragungsrate zwischen zwei Nodes mit iperf3 und trage das Verhältnis zur Linkrate ein.
Passende Tools
Storage-Cluster-Kapazitätsrechner →
Nodes, Datenträger und Schutzprofil eingeben: Brutto- und Nutzkapazität bei Replikation oder Erasure Coding, Overhead, Füllgrenze und realistische Reserve für einen Node-Ausfall.
iperf3 Command Builder →
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Wie lange dauern 4 TB über Gigabit-LAN, 2,5 GbE, WLAN oder den DSL-Upload? Realistische Übertragungsdauer mit Praxis-Abschlag.