Planer · Storage Cluster
Cluster-Hardware-Planer
Trag ein, was deine Nodes mitbringen, und wähle die Technologie. Der Planer rechnet den dokumentierten Bedarf an RAM und CPU aus, zeigt die knappste Ressource und listet jede Abweichung von den offiziellen Empfehlungen — jeweils mit Quelle. Eigene Mindestwerte erfindet er nicht.
Konfigurationsübersicht
Proxmox VE + Ceph · 3 Nodes · 6 Datenträger · 12 TB brutto · 2,5 Gbit/s
| Ressource | Bedarf | Vorhanden |
|---|---|---|
| RAM für OSDs je Node2 OSDs × 4 GiB osd_memory_target × 2 | 16 GiB | 32 GiB |
| CPU-Threads für Ceph-Dienste je Node2 OSD + MON + MGR — je mindestens 1 Thread | 4 Threads | 8 Threads |
Engpass: Keine der berechneten Ressourcen liegt unter dem dokumentierten Bedarf. Netz und Datenträger prüft der Planer über die Hinweise unten.
- Abweichung von der DokuCeph und Proxmox empfehlen mindestens 10 Gbit/s, möglichst exklusiv für Ceph. Mit 2,5 Gbit/s eignet sich der Aufbau zum Lernen; Wiederherstellungen dauern lange und begrenzen alle Zugriffe. Die Ceph-Doku rechnet vor: 1 TiB über 1 Gbit/s replizieren dauert rund drei Stunden.Quelle: Ceph Docs (Tentacle) — Hardware Recommendations ↗
- Abweichung von der DokuGünstige Client-SSDs nennt die Ceph-Doku eine Scheinersparnis: Unter Dauerlast brechen sie ein. Empfohlen sind Enterprise-SSDs mit Power-Loss-Protection (PLP).Quelle: Ceph Docs (Tentacle) — Hardware Recommendations ↗
- HinweisEin eigenes Netz für den Ceph-Cluster-Verkehr (Replikation, Recovery) und ein separates, latenzarmes Netz für Corosync halten Wiederherstellungen von Client-Zugriffen und Cluster-Kommunikation fern.Quelle: Proxmox VE Admin Guide — Deploy Hyper-Converged Ceph Cluster ↗
Checkliste vor dem Aufbau
- Mindestens drei möglichst gleich ausgestattete Nodes, drei Monitore
- HBA statt RAID-Controller, Datenträger leer und ohne Partitionen
- SSDs mit Power-Loss-Protection (Enterprise-Klasse)
- 10 Gbit/s oder mehr exklusiv für Ceph, bei NVMe 25 Gbit/s
- Separates Netz für Corosync (Proxmox) bzw. getrenntes Cluster-Netz
- Zeit-Synchronisation (chrony) auf allen Nodes
- Ceph Tentacle 20.2.4 oder neuer (Security-Release)
- Backup außerhalb des Clusters geplant
Der Planer prüft deine Angaben nur gegen dokumentierte Empfehlungen und Mindestangaben der Projekte — jede Regel nennt ihre Quelle. Wo die Doku keinen Wert vorgibt, erfindet er keinen. Er sagt nichts über die Leistung deiner Hardware; die zeigt nur eine Messung (fio, iperf3) in einer Testumgebung. RAM und CPU für Gäste, Container und das Betriebssystem kommen zu den Werten hinzu.
Laborbetrieb ist nicht Produktion
Viele Warnungen beziehen sich auf den produktiven Betrieb. Zum Lernen läuft Ceph auch auf drei virtuellen Maschinen mit Gigabit-Netz und kleinen virtuellen Datenträgern — langsam, aber für Installation, Pools und Ausfallsimulation ausreichend. Sobald echte Daten auf dem Cluster liegen, gelten die Empfehlungen der Projekte: genug RAM pro OSD, schnelle und getrennte Netze, SSDs mit Power-Loss-Protection und Datenträger, die direkt am HBA hängen.
Häufige Fragen
Warum verlangt Ceph so viel RAM?
Jedes OSD hält Caches für Daten und Metadaten im Speicher; der Zielwert osd_memory_target liegt per Default bei 4 GiB. Die Ceph-Doku empfiehlt, insgesamt mehr Server-RAM einzuplanen als Anzahl OSDs × osd_memory_target × 2, weil der tatsächliche Verbrauch zeitweise über dem Ziel liegt — etwa während einer Wiederherstellung.
Funktioniert Ceph mit Consumer-SSDs?
Technisch ja. Die Ceph-Doku nennt günstige Client-SSDs aber eine Scheinersparnis: Unter Dauerlast und bei synchronen Schreibzugriffen brechen sie stark ein. Empfohlen sind Enterprise-SSDs mit Power-Loss-Protection, die Schreibvorgänge sicher bestätigen können.
Warum gibt der Planer für DRBD keine Netzwerk-Mindestbandbreite aus?
Weil die LINBIT-Dokumentation keine nennt. DRBD repliziert synchron; welche Bandbreite und Latenz du brauchst, hängt an deiner Schreiblast. Miss die Strecke mit iperf3 und rechne den Bedarf mit dem Storage-Netzwerk-Rechner durch.
Passende Tools
Storage-Cluster-Kapazitätsrechner →
Nodes, Datenträger und Schutzprofil eingeben: Brutto- und Nutzkapazität bei Replikation oder Erasure Coding, Overhead, Füllgrenze und realistische Reserve für einen Node-Ausfall.
Storage-Netzwerk-Rechner →
1, 2,5, 10 oder 25 Gbit/s: Replikationsverkehr, Last je Node, maximale Schreibrate und Recovery-Dauer nach einem Node-Ausfall überschlagen — mit offenen Annahmen.
Server-Stromkosten-Rechner →
Idle- und Lastverbrauch, Laufzeit und Strompreis eingeben — Stromkosten pro Monat und Jahr für Homeserver und NAS berechnen.