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Rechner · openDesk

openDesk-Infrastruktur-Planer

Reicht dein Cluster für openDesk? Der Planer gleicht deine Eingaben mit den offiziellen Mindestanforderungen ab, rechnet die dokumentierten Richtwerte der einzelnen Anwendungen auf deine Nutzerzahl um und zeigt, wo die Planung wackelt. Er trennt dabei strikt, was openDesk vorgibt und was eine Hochrechnung ist.

Beispielszenario übernehmen:

Nutzung

Nutzung

Cluster

Cluster

1. Offizielle Mindestanforderungen

erfüllt

Laut openDesk gelten diese Werte nur für eine erste Evaluierung. „Erfüllt“ heißt: Die Suite sollte starten — nicht, dass sie für deine Nutzerzahl reicht.

  • erfüllt:CPU-Architekturx86/x64 · Soll: x86/x64 (ARM wird nicht unterstützt)
  • erfüllt:CPU-Kerne im Cluster12 Kerne · Soll: mindestens 12 Kerne
  • erfüllt:Arbeitsspeicher im Cluster32 GB · Soll: mindestens 32 GB (mehr empfohlen)
  • erfüllt:Speicher200 GB · Soll: mehr als 10 GB

2. Plausibilitätsprüfung

  • AchtungDie Summe der dokumentierten Richtwerte liegt über der eingetragenen Kapazität. Für eine Evaluierung mit wenigen Testnutzern kann das trotzdem reichen — für Produktion ist es ein Signal, größer zu planen.
  • AchtungDie Speicher-Richtwerte (OX, OpenProject, CryptPad) übersteigen den eingetragenen Speicher — Dateien in Nextcloud und Datenbanken kommen noch hinzu.

3. Grobe Kapazitätsplanung

Richtwerte aus der Skalierungsdoku von openDesk, umgerechnet auf deine Eingaben. Das Projekt nennt sie selbst grobe Benchmarks; der tatsächliche Bedarf hängt vor allem davon ab, wie viele Menschen gleichzeitig arbeiten.

CPU (Summe)

35–37 vCPU

12 Kerne im Cluster

RAM (Summe)

90–92 GB

32 GB im Cluster

Speicher (Summe)

700–730 GB

200 GB eingetragen

KomponenteCPURAMSpeicher
Collabora Online

1 vCPU pro 15 aktive Nutzer, 50 MB RAM pro aktivem Nutzer, 1 Mbit/s pro 10 aktive Nutzer

40 aktive Nutzer → 3 vCPU, 40 × 50 MB RAM, rund 4 Mbit/s

3 vCPU2 GB—
Element / Synapse (inkl. PostgreSQL)Annahme

Pro 10.000 Nutzer ohne Föderation: Homeserver 10 vCPU / 8 GB RAM, PostgreSQL 4 vCPU / 16 GB RAM

Anteilig auf 100 Nutzer umgerechnet (Faktor 0,01). Die Doku nennt nur den Wert für 10.000 Nutzer — die lineare Umrechnung ist eine Annahme und bei kleinen Installationen eher zu niedrig.

0,1 vCPU0,2 GB—
CryptPad (Diagramme)

Mindestens 2 vCPU, 2 GB RAM, 20 GB Speicher (je nach Nutzung)

Fester Mindestwert laut Doku

2 vCPU2 GB20 GB
Jitsi

Jitsi-Meet-Server 4 vCPU / 8 GB RAM, dazu je 200 gleichzeitige Nutzer eine Videobridge (JVB) mit 8 vCPU / 8 GB RAM

10 gleichzeitige Videonutzer → 1 JVB (mindestens eine, damit überhaupt Video läuft) plus Meet-Server

12 vCPU16 GB—
OpenProject

Pro ca. 500 Nutzer 4–6 vCPU, 6–8 GB RAM und 20–50 GB zusätzlicher Speicher

100 Nutzer → 1 Block/Blöcke à ca. 500 Nutzer (aufgerundet)

4–6 vCPU6–8 GB20–50 GB
OX App Suite + Dovecot

Für ca. 200 Nutzer (64 gleichzeitig in der App Suite, 128 bei Dovecot): 10 vCPU, 58 GB RAM, 660 GB Speicher

Bis ca. 200 Nutzer gilt der Referenzwert unverändert — ob eine kleinere Installation mit weniger auskommt, sagt die Doku nicht.

10 vCPU58 GB660 GB
XWiki

Für kleine Instanzen 4 vCPU, 6 GB RAM

Fester Wert für kleine Instanzen

4 vCPU6 GB—
Nextcloud

Bis 5.000 Nutzer: 4 bis 20 Pods mit je 8 vCPU / 32 GB RAM, dazu 2 Datenbankserver mit je 8 vCPU / 64 GB RAM und ein Datenbank-Loadbalancer

Die Doku nennt nur zwei Größenstufen für große Installationen. Für kleinere Nutzerzahlen lässt sich daraus kein Bedarf ableiten — deshalb nicht in der Summe.

———

Ohne dokumentierten Richtwert und deshalb nicht enthalten: Nubus (Portal, Keycloak, OpenLDAP, Provisioning) · PostgreSQL, MariaDB, Redis, Memcached (außer Element-PostgreSQL) · Objektspeicher (SeaweedFS bzw. extern) · Postfix, ClamAV · Notes und Whiteboard (standardmäßig aus) · Ingress-Controller, cert-manager, Monitoring.

4. Hinweise zur Skalierung

  • Collabora wächst mit gleichzeitig bearbeitenden Nutzern, Jitsi mit gleichzeitigen Videoteilnehmenden — beides lässt sich horizontal erweitern.
  • Dovecot (Mail-Speicher) läuft als einzelner Pod und wird nur vertikal skaliert, über die Ressourcenwerte im Deployment.
  • OpenProject empfiehlt, zuerst Web-Worker, dann Background-Worker und erst danach Speicher zu erweitern.
  • Ohne Monitoring bleibt jede Planung eine Schätzung: Miss nach dem Start, wie viel wirklich gebraucht wird.

5. Infrastruktur-Checkliste

  • Kubernetes ab 1.24, CNCF-zertifizierte Distribution (getestet gegen kubespray-Cluster)
  • Nodes mit x86/x64-CPUs
  • StorageClass für ReadWriteOnce mit Sticky-Bit-Support (local-path-provisioner hat ihn nicht; NFS nicht für RWO)
  • Optional: StorageClass für ReadWriteMany (z. B. Ceph oder NFS)
  • Ingress-Controller haproxy-ingress (Default) — ingress-nginx ist abgekündigt
  • TLS: cert-manager mit ClusterIssuer oder eigenes Secret opendesk-certificates-tls
  • DNS: Wildcard-Eintrag *.domain plus Basisdomain (unter 94 Zeichen)
  • Erreichbar: TCP 80/443, UDP 10000 (Jitsi), TCP 30000 und UDP 30001 (Element Call)
  • LoadBalancer mit gemischten Protokollen auf einer IP für die MatrixRTC-SFU (oder nur TCP mit schlechterer Qualität)
  • Helm ab 3.17.3 und unter 4 (nicht 3.18.0, nicht 3.20.1), Helmfile ab 1.0.0, helm-diff ab 3.11.0, yq ab 4.52.4

Stand: openDesk 1.19.1. Die Mindestanforderungen und Richtwerte stammen aus der offiziellen Dokumentation im openDesk-Repository; Hochrechnungen darüber hinaus sind als „Annahme“ markiert. Der Planer ersetzt keinen Lasttest und keine Beratung — er zeigt, ob deine Planung grob in der richtigen Größenordnung liegt. Deine Eingaben bleiben im Browser.

Häufige Fragen

Was sind die offiziellen Mindestanforderungen von openDesk?

Laut Systemanforderungen (Stand openDesk 1.19.1): 12 CPU-Kerne x86/x64, 32 GB RAM (mehr empfohlen) und mehr als 10 GB Speicher auf HDD oder SSD, dazu ein Kubernetes-Cluster ab Version 1.24. openDesk betont, dass diese Werte nur für eine erste Evaluierung gedacht sind.

Läuft openDesk auf einem Raspberry Pi oder Mini-PC?

Auf einem Raspberry Pi nicht: openDesk unterstützt kein ARM. Ein gewöhnlicher Mini-PC scheitert meist an den 32 GB RAM und 12 Kernen, die schon für eine Evaluierung verlangt werden — dazu kommt der Overhead von Kubernetes selbst.

Warum ist die Summe der Richtwerte so viel höher als das Minimum?

Weil die Richtwerte der Skalierungsdoku für echte Nutzung gedacht sind, zum Beispiel 58 GB RAM für Open-Xchange bei rund 200 Nutzern. Das Minimum beschreibt nur, womit eine Testinstallation startet. Für eine Evaluierung mit wenigen Testkonten ist es realistisch, für Produktion selten.

Was heißt „Annahme“ in der Tabelle?

Die Doku nennt manche Werte nur für eine bestimmte Größe, etwa Element für 10.000 Nutzer oder Open-Xchange für 200. Rechnet der Planer das auf deine Zahl hoch oder herunter, ist das eine eigene, lineare Annahme — kein Wert von openDesk.

Werden meine Eingaben gespeichert?

Nein. Alles wird in deinem Browser berechnet. Analytics erfährt höchstens, dass das Tool geöffnet oder ein Beispielszenario gewählt wurde — nie deine Zahlen.

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