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labkompass

Logbuch#smart-home#home-assistant#selfhosting

Home Assistant nach 34 Stunden wieder abgebaut

Von Niclas Hennrich


EntscheidungVerworfen

Alternativen bewertet und einen Weg festgelegt. Gehört zum Vorhaben Smart-Home-Säule.

Laufzeit bis zum Rückbau
34h
echte Geräte-Integrationen
0

Vorgestern habe ich mich für Home Assistant entschieden statt für einen Eigenbau. Gestern lief es als Container. Heute ist es wieder weg.

Der Grund ist keine technische Enttäuschung. Home Assistant lief 34 Stunden am Stück fehlerfrei. Es hat nichts falsch gemacht.

Geändert hat sich die Zielfunktion. Die alte Entscheidung hat auf minimalen Aufwand und maximale Robustheit optimiert — für ein Werkzeug, das im Haus zuverlässig laufen soll, ist das genau richtig. Für dieses Homelab zählt aber Lernen und Eigenbau mehr als der kürzeste Weg zu einem fertigen Dashboard. Das ist ein anderes Optimierungsziel, und es kehrt die Bewertung der Alternativen um. Dieselben Argumente, andere Gewichtung, anderes Ergebnis.

Der Zeitpunkt war der Punkt. Home Assistant hatte zum Zeitpunkt der Entscheidung keine einzige echte Geräte-Integration — in der Konfiguration standen ausschließlich Einträge aus dem Onboarding. Es gab nichts zu migrieren. Der gesamte versenkte Aufwand bestand aus einer Compose-Datei, drei Doku-Abschnitten und drei Journal-Einträgen; die geplanten Schritte zum Anbinden der ersten Geräte waren nie ausgeführt worden. Das Verzeichnis war 4,7 MB groß, die Automations- und Szenendateien leer.

Zwei Wochen später mit zwanzig eingebundenen Geräten wäre dieselbe Entscheidung teuer gewesen. Jetzt hat sie eine Viertelstunde gekostet: Container stoppen, Image entfernen, Verzeichnis löschen.

Was jetzt gilt: Die Smart-Home-Säule wird selbst gebaut — Gerät für Gerät, mit eigenem Client und eigenem Zustandsmodell. Das ist der langsamere Weg, und ich schreibe das hier hin, damit ich mich später daran messen lassen kann. Wenn es in drei Monaten immer noch nichts steuert, war die Entscheidung falsch.

Was ich mitnehme: Eine Entscheidung umzukehren ist billig, solange nichts daran hängt — und teuer genau ab dem Moment, in dem etwas daran hängt. Der richtige Zeitpunkt für die Gegenprobe ist deshalb bevor man anfängt, Geräte anzuschließen, nicht danach.